Allen Antifaschistinnen und Antifaschisten ein gutes Neues Jahr! Leider stellt uns auch 2026 vor umfangreiche Herausforderungen. Im Main-Taunus-Kreis wird dies sicher in erster Linie der Kommunalwahlkampf sein, in dem wir uns einmischen müssen und werden. Macht mit beim Einsatz für eine solidarische und demokratische Gesellschaft!
Im Input geht es um die Prävention und strafrechtliche Verfolgung von häuslicher und sexualisierter Gewalt an Frauen in Deutschland im Vergleich mit dem Umgang damit in anderen europäischen Ländern. Alle Jahre wieder sind wir alle erschrocken über die hohen Zahlen der angezeigten Fälle von häuslicher und sexualisierter Gewalt an Frauen in unserem Land. Wird genug dagegen getan und könnten wir im Umgang damit von anderen europäischen Ländern lernen? … weiter
Mit Straßentheater und einem Infostand in der Unteren Hauptstraße in Hofheim machen das Bündnis MTK gegen Rechts und OMAS GEGEN RECHTS am Dienstag, 25. November, auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam. Die Aktion anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen dauert von 14 bis 17 Uhr.
In Deutschland tötet im Schnitt alle zwei Tage ein Mann seine (Ex-)Partnerin. Alle vier Minuten ist eine Frau von häuslicher Gewalt betroffen, rund 180.000 Fälle jährlich laut aktueller Polizeistatistik. 2023 wurden 52.330 weibliche Opfer von Sexualstraftaten erfasst. Laut der Organisation UN-Women Deutschland erleben 63 Prozent der politisch engagierten Frauen digitale Gewalt. 90 Prozent der jungen Frauen empfinden demnach starke bis extreme Angst, wenn sie nachts unbekannten Männern begegnen.
Gewalt gegen Frauen wird in allen gesellschaftlichen Gruppen und in allen Bereichen des täglichen Lebens von Männern ausgeübt. Die Gewalt ist fest in unseren patriarchalen Strukturen verankert und hat tiefgreifende Folgen für das Leben von Frauen und die gesamte Gesellschaft.
anlässlich des Jahrestags der Novemberpogrome gibt es im Main-Taunus-Kreis mehrere Veranstaltungen:
Mahnwache in Schwalbach Sonntag, 9. November 2025, 12:00 Uhr, Oberer Marktplatz. Veranstalter: Deutsch Ausländische Gemeinschaft Schwalbach a. Ts.
Gedenken in Hofheim Sonntag, 9. November 2925, 18:00 Uhr, Hofheim, Ehemalige Synagoge, Tivertonplatz, Burggrabenstr. 12 – 14. Veranstalter: Stadt Hofheim, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit MTK (CJZ)
Gedenkkonzert im Stadtmuseum Hofheim Sonntag, 09. November 2025, 19:30 Uhr, Hofheim, Burgstr. 11, „In Auschwitz gab es keine Vögel“ mit Gregor Praml und Anna Staab Veranstalter: Kunstverein Hofheim und CJZ. Karten gibt es unter: www.kunstvereinhofheim.de
Gedenken in Bad Soden Montag, 10. November 2025, 19:00 – 20:00 Uhr, Bad Soden, Badehaus, „Feuersprüche – Vorboten des Holocaust“ Kontakt: info@stolpersteine-in-bad-soden.de
Lesung in Hofheim Dienstag, 25. November 2025, 19:30 in der Stadtbücherei Hofheim, „Ich war Eva Diamant“ mit Eva Szepesi, die als zwölfjährige den Holocaust überlebte. Veranstalter: Stadtbücherei Hofheim und CJZ. Aufgrund der begrenzten Plätze vor Ort sind kostenfreie Eintrittskarten vorab in der Buchhandlung Tolksdorf (06192-5213) oder in der Stadtbücherei Hofheim (06192-202570) abzuholen.
Die Stolpersteine in der eigenen Kommune und Nachbarschaft zu putzen, ist eine weitere Möglichkeit, der Opfer des Faschismus zu gedenken und sie zu ehren. Wenn Ihr das rund um den 9. November alleine oder in Gruppen macht, beachtet bitte die Hinweise zur Reinigung der Stolpersteine. Wenn Ihr uns Fotos der gereinigten Stolpersteine mailt, werden wir diese auch in diesem Jahr wieder auf unserem Instagram-Account und auf unserer Homepage veröffentlichen.
* Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistisce, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, haben im Solidarischen Raum keinen Zutritt.
am 29. November will sich die bundesweite AfD-Jugend, die als »Junge Alternative« einem Vereinsverbot zuvorkam, indem sie sich auflöste, unter neuem Namen neu gründen. Dagegen gibt es Widerstand – nicht nur in Gießen.
das Kino Hofheim zeigt auf Initiative von MTK gegen rechts und in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung den bewegenden Dokumentarfilm »Die Möllner Briefe« von Martina Priessner. Der Film thematisiert den rassistischen Brandanschlag von Mölln, bei dem 1992 drei Menschen ums Leben kamen, und verfolgt die Geschichte von İbrahim Arslan, einem Überlebenden. Arslan erfuhr erst 2019 davon, dass Hunderte Menschen in Briefen ihre Anteilnahme und Solidarität mit den Opfern ausdrückten. Dass diese Briefe, die mangels Anschrift an die Stadtverwaltung von Mölln gerichtet worden waren, dort abgestempelt, archiviert, aber nie weitergeleitet wurden, steht exemplarisch für den damaligen Umgang mit dem gesamten Komplex rassistischer Gewalt.
Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit der Regisseurin.